Lieber Herr Hoffmann,
Besonders spannend fand ich den Text von Ernst Weiß, der so eindrucksvoll die Menschenverführung durch die Reden Hitlers beschrieb, die ja förmliche Massenpsychosen ausgelöst haben, die man heute überhaupt nicht mehr verstehen kann. Aber eins ist auch klar: die Deutschen in der Nazizeit (unsere Eltern, Eure Großeltern) waren die gleichen Deutschen, die wir auch heute sind. Man kann also wohl mit den gleichen Leuten Bachchoräle singen und Hitlermärsche brüllen. Als ich mit ca. 10 Jahren erstmals von den Greueltaten, die im Namen des Deutschen Volkes begangen worden waren, hörte, war ich so niedergeschlagen, dass ich mir sehnlichst wünschte, kein Deutscher zu sein. Heute weiß ich, dass ich aus lauter Angst Mitläufer gewesen wäre wie meine Eltern.
Ein großer Spaß für uns war natürlich auch die von Ihnen hervorragend vorgetragene Berliner Milieustudie des unfolgsamen Sohnes, der das falsche Mädchen liebte. Es wäre ganz toll, wenn man Ihre Zitate abrufen und noch einmal hören könnte.
Heiner Loew
Lieber Herr Hoffmann,
das war aber ein sehr ertragreicher und spannender Streifzug durch Schöneberg gestern – welch eine Überraschung! Haben Sie vielen Dank für die Fülle an geschichtlichen Informationen und literarischen Anregungen, denen man am liebsten auf der Stelle nachgehen will. Bin danach mit dem Fahrrad noch ein Weilchen durch die Gegend geradelt, die ja wirklich ein ganz besonderes Viertel in Berlin ist – auch deshalb war diese Entdeckung lohnenswert für mich als bekennende Charlottenburgerin, die selten nur die Bannmeile übertritt…
Karin Barth
"Hören und Gehen" - lautet die Devise des Schauspielers Eckehard Hoffmann, der dramatisch, urkomisch oder nachdenklich Textpassagen vorträgt und so Kaiserzeit, Weimarer Republik und Nationalsozialismus an historischen Originalschauplätzen wieder lebendig werden läßt.
Beate Baldow
Diplomatisches Magazin Juli 2010
Lieber Herr Hoffmann,
hier abermals mein Kompliment für das Führungskonzept mit Ihren historischen Erläuterungen und nicht zuletzt Ihren literarischen und humorvollen Darbietungen. Die politischen, psychologischen und poetischen Aha-Effekte wurden so bei allen Teinehmern deutlich. Eine Tatsache, die die meisten zum Bücherkauf animieren wird. Das gilt für mich besonders für den von mir bis dato unbekannten Ernst Weiß. Unabhängig von den Führungen haben Sie mich auch von Ihren schauspielerischen und rezitatorischen Qualitäten überzeugt. Und die sollten auf weltbedeutenden Brettern ausreichend Urständ feiern können. Toi, toi, toi.
Horst Brockmann
Hallo Herr Hoffmann,
auch wenn es spät kommt, ich möchte Ihnen sagen, dass mir der Rundgang in Schöneberg und Ihre Art es zu machen, sehr gut gefallen hat. Trotz miesen Wetters habe ich es genossen.
Barbara Rajewski
Hallo Herr Hoffmann,
auch auf diesem Wege noch einmal herzlichen Dank und ein großes Kompliment für Ihre literarische Führung am Samstag!
Es waren doch einige unbekannte Autoren dabei und besonders das Stück von Ernst Weiß hat mich gefesselt. Außerdem hat mich Ihre Konzentrationsfähigkeit schwer beeindruckt, denn besonders die Regengeräusche waren sicher sehr störend für Sie.
Ich wünsche Ihnen noch viele erfolgreiche Literaturspaziergänge und dass Ihr Schauspieltalent viel häufiger einem großen Publikum zugute kommen möge.
Petra Wehmann
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